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Innere Kesselrevision in einem Dampfsystem der Papierindustrie zur Stromerzeugung und Prozessdampf

Betreuung durch CHEMIE + WASSER Lohbeck GmbH seit November 1999

  • Dampfkessel, die mit Erdgas gefahren werden
  • Gasturbinen zur Stromerzeugung mit nachgeschalteten Dampfkesseln als Abhitzekessel und mit zusätzlichem Gasbrenner

Alle Dampfkessel sind gekoppelt – Betriebsdruck 10 bar

Ausgangslage:

Die Effizienz der Anlage sollte durch CWL geprüft sowie die Ursache für wiederkehrende Schäden an Luftwärmetauschern gefunden und abgestellt werden.

Vorgehensweise:

Nach einem ausführlichen CWL-Check stellte sich heraus, dass die Dosierchemikalien nicht den Anforderungen des Roh-/ Speisewassers gerecht wurden.  Dadurch kam es im Dampf-/ Kondensatbereich immer wieder zu Korrosionserscheinungen.  Weiterhin brachte der CWL-Check hervor, dass es im Bereich eines Kondensatstranges immer wieder zum Rückstau von Kondensat durch Entspannungsdampf kam.

Lösung:

Entwicklung und Implementierung eines angepassten Konditionierungskonzeptes. Hierdurch wurden Korrosionen im gesamten System minimiert. Zusätzlich konnte die Absalzrate deutlich verringert werden. Im betroffenen Kondensatstrang wurden die Querschnitte der Kondensatleitungen dem Bedarf angepasst. Somit kam es nicht mehr zu einem Rückstau und den damit verbundenen Folgeerscheinungen.

Fazit:

Durch das maßgeschneiderte Konzept konnten die Richtwerte zur Fahrweise der Kessel voll ausgeschöpft und damit wertvolle Energie- und Wasserressourcen eingespart werden.  Kesselrevisionen zeigen seither ein sehr gut gepflegtes Kesselsystem. Reinigungen zur Vorbereitung der Revisionen sind nicht mehr erforderlich. Instandhaltungszeiten für die Reinigung der Trockenzylinder durch erhöhten Magnetitanfall sind nicht mehr erforderlich.

Das verkürzt die Stillstandszeiten auf ein Minimum und spart Zeit und Geld.

GESTRA-Fachtagung 2022 „Potenziale von der Absalzung bis zum Konditionierungskonzept“

Die 20. GESTRA Fachtagung ist die erste hybride Tagung seit dem Beginn der Veranstaltungen im Jahre 2002. Neben der Tagung vor Ort, hier unser Stand in Wuppertal, bietet die GESTRA Fachtagung eine ortsunabhängige digitale Version an. Die meisten unserer Kunden bevorzugen jedoch die  Präsenzveranstaltung, sodass wir sie an unserem Informationsstand persönlich begrüßen können.

Unser Beitrag mit dem Vortrag „Potenziale von der Absalzung bis zum Konditionierungskonzept“ gibt nicht nur Impulse für eine ökologische Fahrweise sondern – hoch aktuell – für einen wirtschaftlichen Betrieb der Dampfanlage zur Einsparung von Wasser und Energie. Hier empfehlen wir den CWL-Check, um die Einsparungen aufzuzeigen und erschließbar zu machen.

Die nächste GESTRA Fachtagung ist am 28.09.2022 in Ulm. Plätze sind noch verfügbar – melden Sie sich bitte gerne an. Alle nötigen Informationen erhalten Sie hier. Wir freuen uns auf Sie!

 

Die 42. BImSchV und die KaVKA-Meldung

Sie machen sich Gedanken über die vielfältigen Betreiberpflichten der 42. BImSchV oder haben Ihre Verdunstungskühlanlage bis dato noch nicht im KaVKA gemeldet?

Am 12. August 2017 ist die 42. BImSchV zur Gewährleistung eines hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen, Nassabscheidern und Kühltürmen in Kraft getreten. Die Verordnung zielt vor allem auf Verdunstungskühlanlagen ab, da sich nach verschiedenen Schätzungen zurzeit etwa 80.000 dieser Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland in Betrieb befinden. Bis zum 18. August 2018 waren die Betreiber gehalten, ihre Verdunstungskühlanlagen im eigens erstellten KaVKA-42-BV zu melden.

Die 42. BImSchV stellt bezüglich der Errichtung, der Beschaffenheit und des Betriebs von Verdunstungskühlanlagen enorme Anforderungen, mit denen sich die Betreiber konfrontiert sehen.

Folgende Betreiberpflichten sind zu nennen:

  • Ordnungsgemäße Errichtung und verordnungskonformer Betrieb der Anlagen
  • Schulung des Betriebspersonals
  • Entwicklung und Führung eines Betriebstagebuchs
  • Erstellung einer hygienischen Gefährdungsbeurteilung
  • Eröffnung und Pflege des KaVKA-Kontos
  • Wiederkehrende Sachverständigenprüfung

Wir können Sie bei den genannten Pflichten fachgerecht beraten, unterstützen und geforderte Leistungen erbringen. Auch für die Vorbereitung und Unterstützung der Sachverständigenprüfung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Insofern Sie Ihre Verdunstungskühlanlage noch nicht im KaVKA-42-BV gemeldet haben, dann sollten Sie nun aktiv werden. Wir stehen Ihnen tatkräftig zur Seite!

Neue Verdunstungs­kühlanlage – Einfahrfahrweise

Einfahrfahrweise bei verzinkten Bauteilen

Nicht nur eine Herausforderung sondern auch eine Chance für die Implementierung einer wirtschaftlichen Fahrweise

Viele unsere Kunden kennen die Situation: Nach der Anschaffung neuer Rückkühlwerke, insbesondere Verflüssiger aus verzinktem Material, fällt oft erst nach der Installation auf, dass eine Einfahrfahrweise vom Hersteller gefordert wird. Diese Einfahrfahrweise sieht eine Begrenzung des pH-Wertes im Kühlwasser auf pH<8,2 vor. Hintergrund dieser Maßnahme ist die Ausbildung einer stabilen Zinkschutzschicht für einen langfristigen Schutz der Anlage.

Problematik bei Einhaltung der 42. BImSchV

Das mögliche Problem: Da bei einer modernen Kühlwasserbehandlung das Umlaufwasser im alkalischen Bereich gefahren wird, geht die Begrenzung des pH-Wertes mit einem hohen Wasserverbrauch durch eine hohe Absalzrate einher. Eine Dosierung einer Säure stellt zwar eine Möglichkeit dar, scheidet jedoch meist aus wirtschaftlichen Gründen und aus Aspekten der Arbeitssicherheit aus.

Gar unmöglich wird die Einfahrweise, wenn die Bicarbonatkonzentration im Zusatzwasser über 3 mmol/l liegt. Hier würde auch bei einer Durchlaufkühlung bei gleichzeitiger Versprühung keine ausreichende pH-Wert Absenkung bringen.

Lösung des Problems: Aufrüstung der apparativen Wasseraufbereitung bei gleichzeitiger Konditionierung des Kreislaufes mit Produkten, die die Passivierung unterstützen und Berücksichtigung der 42. BImSchV.

Fordern Sie unseren CWL-Check an und lassen Sie sich umfassend beraten für einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb Ihrer Kühlanlage.

AOX Problematik beim BIOZID-Einsatz im Zuge der 42.BImschV

BIOTROL 2200:  Eine Biozid- Alternative bei zu hoher AOX Belastung im Abwasser von Verdunstungskühlanlagen

Viele auf dem Markt befindliche und in der VDI 2047/2 vorgeschlagenen Biozide besitzen eine gute Wirksamkeit gegenüber Mikroorganismen. Sie sind daher geeignet in z. B. offenen Kühlsystemen Legionellen zu bekämpfen und somit die Forderung der 42 BImSchV zu erfüllen. Ein dabei oft vernachlässigtes Thema ist jedoch die Bildung von AOX durch die Biozid-Wirkstoffe. AOX (Adsorbierbare organisch, gebundene Halogene) sind halogenhaltige organischen Stoffe, die beim Abbau von Biozide entstehen können und als Verschmutzungsparameter im Abwassers behördlich begrenzt sind. Durch den Einsatz halogenhaltiger Biozidverbindungen (Chlorabspalter, Bleichlauge, Bromtabletten, etc…) sind Überschreitung der Abwasserverordnung (AbwV – Anhang 31 für Wasseraufbereitung, Dampf- und Kühlsysteme) leicht möglich ohne die erforderliche Wirksamkeit (Reduzierung der Legionellen und der Allgemeine Koloniezahl) zu erreichen. Diese Problematik tritt durch die stärke Kontrolle, z.B. der jetzt erforderlichen Sachverständigenprüfung, immer mehr in den Fokus der Betreiber.

Bekämpfung von Legionellen gemäß 42.BImschV unter Vermeidung einer AOX-Abwasser-problematik nach den Forderungen der AbwV Anhang 31 für Verdunstungskühlanlagen.

Mit dem CWL Produkt –BIOTROL 2200– ist ein Biozid auf dem Markt verfügbar, welches hochwirksam ist, aber kein AOX im Abwasser bildet, da es nur halogenfreie Wirkstoffe enthält. Dadurch gibt es bei diesem Produkt keine Einsatzbegrenzung durch die AOX Grenzwerte der AbwV und bei schon vorbelasteten Wässern werden Überschreitungen bezüglich AOX vermieden.